Trotz oder gerade wegen mehrerer E-Mail Adressen kann es schnell unübersichtlich werden. Einige Blogs denen man folgt, ein paar private Mails von Freunden, die fast schon obligatorische Werbung von Amazon oder Versandbestätigungen, dazu noch ein paar Mails von sozialen Netzwerken, die man eigentlich schon seit Wochen abstellen will… Da kommen schnell 10 oder auch 20 neue Mails am Tag zusammen. Wenn man nicht alle paar Wochen seinen Posteingang aufräumt, die Mails in Ordner sortiert und unnötige löscht, kann es auch schnell mal unübersichtlich werden. Dies lässt sich zukünftig durch eine einmalige Aktion vermeiden. Zumindest für Nutzer von Gmail gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, eine Mailadresse beliebig mit einem + zu erweitern. Hier ein paar Beispiele, wie dies genutzt werden kann. Wir gehen von der (von mir frei erfundenen) ursprünglichen E-Mail Mark.Salztal@gmail.com aus und erweitern diese.

  • Mark.Salztal+amazon@gmail.com
  • Mark.Salztal+fb@gmail.com
  • Mark.Salztal+b-scheidt@gmail.com
  • Mark.Salztal+heiseonline@gmail.com
  • Mark.Salztal+usw@gmail.com

Alle der Beispiele landen weiterhin in der Postbox für Mark.Salztal@gmail.com. Man muss also keinen neuen Account anlegen. Alles was hinter dem + steht, wird mehr oder weniger ignoriert. Nachdem bei den verschiedenen Blogs, Shops, sozialen Netzwerken und Newslettern eure Mailadresse geändert wurde, könnt ihr euch einfache Regeln in eurem Postkorb anlegen und die entsprechenden Mails in einen eigenen Ordner ablegen. Dies hat den Vorteil, dass ihr alle Mails beispielsweise eines Onlineshops über eine einzige Regel abfangen könnt, selbst wenn dieser für Bestellbestätigungen eine andere Mailadresse als für Werbung verwendet, wie es oft der Fall ist. In der Regel filtert Ihr nicht auf den Sender der Mail, sondern auf den Empfänger (siehe Screen). Diese Filter lassen sich bei Gmail unter Einstellungen unter dem Tab „Filter und blockierte Adressen“ erstellen.

Das Ganze hat zusätzlich einen weiteren Vorteil: falls Ihr Werbung oder Spam von einem unbekannten Anbieter erhaltet, könnt ihr über eure Mailadresse erkennen, welcher Anbieter bzw. welche Website, bei der Ihr angemeldet seid eure Daten weitergegeben hat.  Ob Ihr euch anschließend bei einem solchen Anbieter abmeldet um weiteren Missbrauch eurer Daten vorzubeugen ist eure Entscheidung. Ich würde es auf jeden Fall tun.

Probiert es einfach mal aus. Die Änderung der Adresse und die Erstellung der Filter dauern nur wenige Minuten und ersparen euch im Gegenzug viel Zeit. Falls ihr schon Erfahrungen damit gesammelt habt, könnt ihr auch gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

Erweiterung von Gmail-Adressen

von Benjamin Scheidt benötigte Zeit: 2 min
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